Rechtsschutzversicherung – Allgemein Wichtiges
Die Rechtsschutzversicherung trägt die Kosten für die Durchsetzung Ihrer Ansprüche.
Der Abschluss kann sinnvoll sein:
- für Vielfahrer (Verkehrs- oder Fahrer-Rechtsschutz)
- bei drohenden Problemen am Arbeitsplatz (Berufs-Rechtsschutz)
- vor Abschluss eines Versicherungsvertrages (Privat-Rechtsschutz).
Wenn vorher keine gleiche Rechtsschutzversicherung bestanden hat, gilt allerdings eine Wartezeit, bis der Versicherungsschutz tatsächlich in Kraft tritt. So greift beispielsweise im Privat-Rechtsschutz eine Wartezeit von drei Monaten und im Berufs-Rechtsschutz von sechs Monaten, wenn vor Vertragsbeginn keine Rechtsschutzversicherung mit gleichem Versicherungsumfang bestanden hat und beide Verträge nicht nahtlos ineinander übergegangen sind.
Wer eine Rechtsschutzversicherung abschließen will, sollte auf jeden Fall eine Variante mit hoher Selbstbeteiligung wählen. Es macht keinen Sinn, kleine Streitigkeiten zu versichern, weil es gerade im Bereich der Rechtsschutzversicherung bei der Meldung mehrerer Fälle dazu führt, dass der Versicherungsschutz vom Versicherungsunternehmen aufgekündigt wird. Es wird dann schwer, einen neuen Versicherer zu finden.
Wichtig ist ein Schutz für Prozesse um größere Summen, wie zum Beispiel bei Schmerzensgeldforderungen nach einem Verkehrsunfall.
Einige Bereiche können nicht über die Rechtsschutzversicherung abgedeckt werden. So besteht beispielsweise kein Versicherungsschutz für Streitigkeiten, die im Zusammenhang mit einem Bauvorhaben auftreten, im Familien- und Erbrecht besteht außerdem nur Versicherungsschutz für die erste anwaltliche Beratung.

